Nistkastenreinigung

Am 17. Oktober haben sich 12 Mitglieder des Natur- und Vogelschutzvereins Rohrdorferberg zur diesjährigen Nistkastenreinigung getroffen. Es war eisig kalt, aber wenigstens trocken.


Gut ausgerüstet und motiviert machten sich die aktiven Vogelschützer in sechs Zweiergruppen auf die ihnen zugeteilten Routen. Fast ausnahmslos waren die Nistkästen belegt, teilweise lagen sogar zwei Nester übereinander. In zwei Nestern befanden sich Wespennester, Siebenschläfer jedoch haben dieses Jahr die Nistkästen verschont. In den vegangenen Jahren wurden immer ein bis zwei dieser Nager in den Nistkästen gesehen und beim Öffnen der Kästen in ihrem Schlaf gestört. Bei der Reinigung wurden die Nistkästen natürlich auch auf ihren Allgemeinzustand überprüft und bei Bedarf durch neue Nistkästen ersetzt. Einige mussten neu platziert werden, da sie zu tief hingen und deshalb von den Vögeln nicht bewohnt wurden.


Auch wenn vorgängig in zwei Gebieten die Nistkästen schon gereinigt wurden, reichte es an diesem Samstag nicht, alle Reviere fertig zu machen. Dies wird aber in einem individuellen Einsatz noch vor Wintereinbruch nachgeholt, ebenso wie die Reinigung der festmontierten Spezielkästen. In diesen Kästen brüten Eulen und Baumläufer. Sie fallen jedem aufmerksamen Waldpaziergänger auf, da sie relativ gross und eng an einen Baumstamm angebunden sind. So werden dann rechtzeitig die rund 450 Nistkästen auf dem Gebiet des Natur- und Vogelschutzvereins Rohrdorferberg wieder bereit sein für das nächste Jahr. Und unsere gefiederten Freunde können sich wieder ein gemütliches Zuhause aussuchen und hoffentlich erfolgreich brüten.


Wie jedes Jahr fand der Anlass bei einer Wurst oder einem Raclette vom Grill beim gemütlichen Hock bei Mani Laupers Weiher seinen Ausklang.



Neophytenbekämpfung mit Einwohnern

Auch dieses Jahr fand wieder ein Neophyteneinsatz des Natur- und Vogelschutzvereines Rohrdorferberg, mit Unterstützung der Landschaftskommission Oberrohrdorf statt.

Am 18. Juli haben sich von den oben genannten Vereinen 13 Personen getroffen, um gemeinsam das Drüsige Springkraut zu bekämpfen. Das Drüsige Springkraut stammt ursprünglich aus dem westlichen Himalaya. Die Art wurde in Europa als Zier- und Bienenpflanze im 19. Jahrhundert eingeführt und ist in tieferen Lagen der ganzen Schweiz verbreitet. Es ist ein leicht verwilderndes Kraut, das grossflächige und dichte Bestände bildet, die einheimische Vegetation verdrängt und dadurch stark bedroht. Die Art ist sehr konkurrenzfähig, raschwüchsig und die grosse Samenproduktion sorgt für zahlreichen Nachwuchs. Das Drüsige Springkraut ist auf der prioritären Liste als besonders schädliche gebietsfremde Art aufgeführt. Dichte Bestände des Springkrautes führen zu einer Verarmung der Begleitvegetation. Dadurch werden die Nahrungsquellen für einheimische Fauna verdrängt und in Folge auch diese bedroht. In Wäldern verhindert es die Verjüngung von Bäumen und Sträuchern. Entlang von Gewässern verdrängt es die einheimische Ufervegetation mit der Folge, dass nach Absterben der Stängel im Herbst offene Stellen ohne lebendes Wurzelwerk entstehen, die von Erosion gefährdet sind.

Einsatzgebiet war dieses Jahr ein Abschnitt in Oberrohrdorf / Staretschwil zwischen Oberhindenweg und Sennenbergstrasse. Das Datum war ideal gewählt, da die Pflanze kurz vor der Blüte stand, so dass sie sich noch nicht versamen konnte.

Trotz des tatkräftigen Einsatzes aller Beteiligten und der speditiven Arbeit, wurde festgestellt, dass nur ein kleiner Bereich im Verhältnis des Bestandes gerodet werden konnte. Das bedeutet auch in den nächsten Jahren noch sehr viel Arbeit.

Nach dem Arbeitseinsatz wartete Walti Baumann bei der Waldhütte Remetschwil mit gegrillten Würsten und Getränken auf die fleissigen Arbeiter. Mit einem gemütlichen Hock fand der Arbeitseinsatz seinen Ausklang.



Neophytenbekämpfung mit Schulen

Am 24. Juni haben 103 Schüler der Schulen Remetschwil und Oberrohrdorf in „ihrem“ Wald dem Neophyt „drüsiges Springkraut“ den Kampf angesagt. Die Besammlung war um 09.00 beim Holzschopf in Oberrohrdorf. Nach kurzer Instruktion sind die Gruppen mit 30 Lehrern und Begleitpersonen (von der Schule Remetschwil, Ortsbürgerkommission Remetschwil, Natur- und Vogelschutzverein Rohrdorferberg und Landschaftskommission Oberrohrdorf) ausgeschwirrt. Trotz der Bekämpfung im vergangenen Jahr hatte es an den typischen Stellen schon wieder stark gewuchert. Mit Einsatzfreude und Elan machten sich die Kinder an die Arbeit, die durch Brombeerstauden und Dickicht ziemlich erschwert war. Aber geschickt wurden die Stellen angepeilt und in vorbildlicher Zusammenarbeit zwischen Klein und Gross beachtliche Mengen ausgerissen und auf den Waldwegen für den Abtransport deponiert. Bei dem schönem Wetter und der angenehmen Temperatur von knapp über 20 Grad wurde der Arbeitseinsatz richtig genossen. Auch die Zwischenverpflegung (Schoggigipfel und Eistee) hat zur guten Laune beigetragen.

 

Zur Mittagszeit sind alle Beteiligten zur Waldhütte Remetschwil gekommen, wo schon die Würste und Vegi-Spiessli auf dem Grill brutzelten und gekühlte Getränke warteten.



Familienplausch

Traditionsgemäss am Pfingstmontag findet der Familienplausch des Natur- und Vogelschutzvereines Rohrdorferberg statt.

 

Diesmal hat sich eine muntere Gruppe von 25 Personen beim Holzschopf in Oberrohrdorf getroffen. Von dort aus startete der Spaziergang über den Höhenweg zum Wasserreservoir Ramsig, wo uns die Exkursionsleiterin Beatrice Bühler erwartete. Als Mitglied der Landschaftskommission Oberrohrdorf war sie Mitinitiantin des dort stehenden Wildbienenhotels, welches das Ziel unserer Wanderung war.

 

Detailgenau schilderte uns Beatrice Bühler die Entstehung des Wildbienenhotels; von der Grundidee bis zur Eröffnungsfeier. Da viele von den Teilnehmern auch Besitzer eines selbergebauten Wildbienenhotels sind, fanden rege Diskussionen statt in Bezug auf Füllmaterial und Bewohnern, wurden Vergleiche gezogen und Erfahrungen ausgetauscht.

 

Nach der Besichtigung machte sich die Gruppe auf den Weg zur Waldhütte in Remetschwil, wo schon das Feuer in der Grillstelle brannte und Getränke warteten. Die Teilnehmer packten ihr Picknick aus und genossen bei Speis und Trank das gemütliche Beisammensein.



Impressionen vom Wildbienenhotelbau

Über zwanzig Personen fanden sich am 01. April im Werkraum der Schule Remetschwil ein, um ein Wildbienenhotel zu bauen.

In Kisten stand das Material bereit, das im Februar gesammelt und dann von Franz Schneider zugeschnitten wurde: Schilf, Brombeergehölz, Bambus, Birken- und Holunderholz und anderes; auch die Bretter waren schon alle zugeschnitten und vorbereitet. Nach einer kurzen Einführung machten sich alle hochmotiviert an die Arbeit. Es wurde geschnitten, gebohrt, gehämmert und geschraubt. Schon bald standen die ersten „Rohbauten“, die darauf warteten, gefüllt zu werden. Teilweise mit etwas Hektik suchten die Leute das ideale Füllmaterial zusammen um die Hotels nach ihren Vorstellungen zu kreieren, was aufwendiger war als erwartet.

Man konnte gut sehen, wie Freude und Stolz über das entstehende Werk gewachsen sind und mit Interesse der Nachbar beobachtet und die Arbeit beurteilt wurde. Erfahrungen wurden ausgetauscht und Ratschläge erteilt. Kurt Lenggenhager und Moritz Egloff gaben wertvolle Tipps und liessen ihr Fachwissen gekonnt einfliessen.

Da der Andrang grösser war als erwartet, reichte das Füllmaterial nicht ganz, um alle Objekte fertigzustellen. Das machte aber gar nichts, so wurde gleich der nächste Waldspaziergang geplant, um das nötige Material noch zu sammeln und einige haben dann zu Hause ihr Werk vollendet.

Bei einem „Waldfest“ und Getränken fand der Abend den Ausklang. Zufrieden und mit freudiger Erwartung auf die Platzierung im Garten oder auf dem Balkon machten sich die Teilnehmer, beladen mit dem Wildbienenhotel, auf den Heimweg.


36. Generalversammlung

Der Präsident Franz Schneider begrüsste die anwesenden Mitglieder, das Ehrenmitglied Franz Simmen sowie die Gäste in den Lokalitäten des Kindergartens Busslingen. Nach der Wahl des Stimmenzählers und des Tagespräsidenten wurden das Protokoll, die Jahresrechnung mit Revisorenbericht und der Jahresbericht 2014 des Präsidenten einstimmig angenommen.

 

Die beiden Vorstandsmitglieder Kurt Lenggenhager (Vizepräsident) und Benno Gort sowie der Revisor Franz Simmen hatten ihre Demission bekannt gegeben. Die verbleibenden Vorstandsmitglieder Elfy Roca, Barbara Rentsch, Dora Soland und Moritz Egloff wurden in globo einstimmig für weitere zwei Jahre gewählt. Auch der Präsident Franz Schneider wurde für weitere zwei Jahre in seinem Amt bestätigt. Als Revisoren wurden Doris Eggeling (neu) und Dani Sonderegger (bisher) gewählt.

 

Auf Begehren des Vorstandes beantragte der Präsident der Versammlung die Ehrenmitgliedschaft von Kurt Lenggenhager und Benno Gort. Der Antrag wurde von der Versammlung mit grossem Applaus bestätigt und die Beiden zu neuen Ehrenmitgliedern ernannt. Beide durften als Dank ein Geschenk entgegennehmen.

 

Das Jahresprogramm, bereits mit der Einladung zugestellt, wurde vom Präsidenten im Detail erläutert. Dabei wurde von einem Mitglied die Frage einer Vereinsreise in den Raum gestellt. Es wurde in Aussicht gestellt, dass im 2016 eine Reise stattfinden soll. Anders als in den Vorjahren wurde das Datum der GV 2016 nicht aufgeführt. Gemäss Statuten ist die GV nicht zwingend in den ersten drei Monaten des Jahres abzuhalten. Der Vorschlag lautet, die GV auf den 03.06.2016 zu terminieren, um es zu ermöglichen, eine GV im Freien abzuhalten. Der Vorschlag wurde einstimmig angenommen. Die Mirgliederbeiträge wurden auf dem bisherigen Niveau belassen.

 

Der Präsident bedankte sich bei der grossen Schar Anwesenden für das rege Interesse, den Kolleginnen und Kollegen vom Vorstand für die tolle Zusammenarbeit während des ganzen Jahres und allen Helfern und Helferinnen im Hintergrund, die ebenso viel leisten für den Verein. Mit der Ankündigung des Nachtessens und des weiteren Abendprogramms schloss er die Generalversammlung 2014.

 

Nach dem feinen Nachtessen hielt Moritz Egloff einen kurzweiligen Vortrag zum Jahresthema Wildbienen. Sinn und Zweck dieses Themas war die Sensibilisierung für unsere heimischen Wildbienen, deren Bedeutung bei der Bestäubung der Pflanzen eine grosse Rolle spielt. Damit verbunden wurde der Bau von Wildbienenhotels ins Auge gefasst. Die ersten Aktivitäten erfolgten bereits am 21. Februar dieses Jahres, da wurde Nistmaterial (Hartholz, Schilf, Brombeerstängel, Holunderäste und vieles mehr) gesammelt und anschliessend vom Präsidenten sorgfältig vorbereitet. In der Zwischenzeit wurden auch die Holzbretter und das zugehörige Material samt Werkzeug bereitgestellt, so dass am 1. April (kein Scherz!) eine hoffentlich grosse Schar Mitglieder mit dem Bau der Wildbienenhotels ans Werk gehen kann. Die Teilnehmer konnten sich gleich an der Versammlung einschreiben oder via Homepage anmelden. Herzlich willkommen geheissen wurden auch eventuelle Nichtmitglieder. Das Thema Wildbienen schien den Anwesenden willkommen, dies zeigte sich an der grossen Zahl der Eingeschriebenen.


Materialsammeln für den Bau von Wildbienenhotels

Am 21. Februar haben sich 9 Freiwillige des Natur- und Vogelschutzvereines Rohrdorferberg getroffen, um Material für den Bau von Wildbienenhotels zu sammeln. Aufgeteilt in verschiedene Gruppen, die sich jeweils auf ein Material konzentrierten (Holunder, Brombeeren, Hartholz und Schilf), wurde eine ansehnliche Menge gesammelt. Nach dem Arbeitseinsatz stärkte sich die Gruppe bei einem Käsefondue.