Exkursion am Klingnauer Stausee (28.12.2013)

Am Samstag, den 28. Dezember 2013 lud der Natur- und Vogelschutzverein Rohrdorferberg (NVRB) zur Exkursion an den Klingnauer Stausee ein. Bis anhin ging das Vereinsjahr mit dem Jahresschlusshock zu Ende, jedoch in diesem Jahr wagte der NVRB etwas Neues und lud in den Weihnachtsferien zu dieser Exkursion ein. Wie immer war ich sehr gespannt, wer oder wie viele Teilnehmer sich am Treffpunkt einfinden werden. Der Präsident Franz Schneider durfte eine grosse Interessengemeinschaft begrüssen. Das Wetter war optimal, kalt, trocken und Sonnenschein, geleitet wurde die Exkursion durch Herrn Kurt Lenggenhager. Der See schien ruhig, lediglich ein paar Enten waren zu sehen, aber Enten sind nicht gleich Enten. Da gab es das Taucherli, die Stockente, Tafelente, Krickente, die Löffelente zu sehen. Die Namen der verschiedenen Enten konnte man sich merken, aber die Namen den einzelnen Enten zuordnen war dann doch schwieriger als gedacht. Im Schilf konnte man nichts entdecken, jedoch dem geschulten Auge von Kurt entging der auf einem geknickten Schilfhalm sitzende Eisvogel nicht. Wunderbar streckte er uns den in der Sonne prächtig blau glänzenden Rücken entgegen, den Kopf auf die Seite gedreht, als würde er uns sagen, was wollt ihr denn dahinten! Man konnte sich nicht satt sehen an diesem prächtigen Vogel, dies gefiel wohl der Dame, so dass sie sich auf dem Halm drehte und wir ihre gelbe Brust betrachten konnten. Dieses Ereignis spornte die Teilnehmer an auf die Aussichtsplattform zu steigen um nach weiteren Artgenossen Ausschau zu halten. Ich sah nichts besonderes, jedoch Kurt entdeckte mit dem Fernglas den Brachvogel. Beim weiter gehen konnten wir Gänse und auch die Mittelmeermöwe beobachten.
Auch einem etwa zwei Meter hohen Ästehaufen sind wir begegnet, der im Rahmen der Vernetzung aufgeschichtet wurde, um den Kleintiere einen Lebensraum zu schaffen. Dazu möchte ich sagen, dass es für die Landwirte eine grosse Arbeit war, diese Äste auf zu schichten, dies gilt auch für die aufgeschichteten Steinhaufen, die man in den Feldern sehen kann. Sie sind keinesfalls dazu gedacht, dass sich die Menschen an diesen Steinhafen zu schaffen machen, sie auseinander legen und Steine mit nach Hause nehmen.
Auf dem Rückweg gab es viel Gesprächsstoff über die Ornithologie und die Vernetzung. Gefangen von dem Ehrgeiz eines Teilnehmers auch etwas Besonderes mit seinem Fernglas zu entdecken, gelang es ihm doch tatsächlich, den Eisvogel beim Fischen zu beobachten. Darüber waren die Teilnehmer die schon voraus gegangen waren und dieses Schauspiel nicht mit erleben konnten, schon neidisch. Ich natürlich auch, da ich ja nicht fischen kann.

Ihr Spatz vom Berg


Nistkastenkontrolle (19.10.2013)

Am Samstag, dem 19. Oktober 2013 lud der Natur- und Vogelschutzverein Rohrdorferberg (NVRB) zur Nistkastenkontrolle ein. Mit grosser Anspannung wartete ich am Treffpunkt beim Hinterbächli, um zu sehen, wie viele Teilnehmer sich bei diesem nebelverhangenen Morgen einfinden würden. Ich wurde sehr angenehm überrascht. Die zu reinigenden Gebiete wurden zugeteilt und die Helfer achten sich auf den Weg respektive gingen in die Waldgebiete. Dieses Jahr hatten es meine gefiederten Artgenossen irgendwie nicht leicht, dies zeigte sich bei der Nistkastenreinigung. In den einzelnen Gebieten trafen die Helfer sehr unterschiedliche Situationen an. Es hatte viele leere Nistkästen, dann wiederumwurden im gleichen Nistkasten zwei Nester gefunden. Das weniger Schöne war, viele Nester mit nicht ausgebrüteten Eiern darin zu finden. Hier mussten die Vogeleltern zu Tode gekommen sein, denn der Sommer war doch wirklich schön und keinesfalls zu kalt. Wenn meine Vogelfreunde ihre Behausungen verlassen und in den Süden ziehen, werden diese oft von Siebenschläfern und Haselmäusen übernommen. Die haben natürlich keine Freude, wenn ihr warmes Nest von den Helfern des NVRB ausgeräumt wird, aber die Helfer sind ja Naturfreunde, und so legen sie eine gute Handvoll Laub in den Nistkasten und die Tierchen können sich wieder in ihrem Winterquartier einnisten. Nach getaner Arbeit trafen sich die Helfer beim Weiher von Mani Lauper, herzlichen Dank für das Gastrecht. Dort war das Feuer bereit und die Würste konnten grilliert werden. Das Raclette nach Art des Präsidenten fand grossen Anklang. Beim gemütlichen Zusammensitzen wurde heftig diskutiert und für die nächste Nistkastenkontrolle wurden Teams gebildet.
Ich als Spatz vom Berg hoffe auf einen reich gedeckten Futterplatz, der mich gut über den Winter bringt.

Der Spatz vom Berg


Exkursion in den Kräutergarten des Klosters Heiligkreuz in Cham (13.06.2013)

Am 13. Juni 2013 besuchten 16 Mitglieder des Natur- und Vogelschutzvereins Rohrdorferberg den Kräutergarten des Klosters Heiligkreuz in Cham.

Zwei aufgestellte Klosterschwestern, Sr. Theresia und Sr. Martha, warteten schon im Schatten einer mächtigen Rotbuche auf uns und haben uns herzlich begrüsst. Nach kurzer Vorstellung sind wir gleich durch das Kloster in den Klostergarten im Innenhof gegangen. Nach einer kurzen, sehr interessanten Information über das Kloster, den Orden, die jetzigen Bewohner und die Aktivitäten der Schwestern begann der eigentliche Rundgang.

Sehr kurzweilig, mit Anekdoten uns witzen gespickt, führten uns die Schwestern durch die Beete. So wurde uns erklärt, wie man das echte Johanniskraut erkennt, warum ein Stiefmütterchen Stiefmütterchen heisst, dass die heilende Kamille ein hohles Köpfchen hat oder für was das Moxakraut verwendet wird (v.a. in der chinesischen Medizin). Aber auch die nicht erwünschten Nebenwirkungen wurden erwähnt, dass sich zum Beispiel durch zu viel Kamillentee die Magenschleimhaut verhärten kann. Von der fiebersenkenden Wirkung der Akelei, dass Beifuss fette Speisen verträglicher macht, über die Anwendung der Hauswurz bei Ohrenschmerzen bis hin zur Zitronenmelisse, die ein frohes Herz macht. Kurz gesagt, der Bogen spannte sich durch unzählige Kräuter von A bis Z, die liebevoll betreut wachsen und gedeihen.

Nach der Besichtigung der Kräuter wurden wir zu einem Kräutersirup (aus Malve, Minze und Zitronenmelisse) eigeladen, der unheimlich gut schmeckte und erfrischte. Währenddessen präsentierten uns die beiden Ordensschwestern die von ihnen gefertigten Produkte: Kräuterschlafkissen bei Schlafstörungen; Farnkissen gegen Rheumaschmerzen und Beinkrämpfe; schmerzlinderndes Dinkelspreukissen in verschiedenen Grössen bei Schulter-, Nacken-, Gelenk- und Kreuzschmerzen, aber auch als Sitzkissen am Computer, da es negative Strahlen ableiten kann; weiters Kräutertee und beruhigendes Kräuterbadesalz; Hopfentinktur als Schlafmittel und bei Wechseljahrbeschwerden; Winterbalsam bei Erkältungen uns Heuschnupfen. Aber auch Wald- und Blütenhonig aus eigener Imkerei, Sr. Martha ist Imkerin.

Nachdem sich die meisten Teilnehmer mit nützlichen "Kräuter-Helferlein" eingedeckt hatten, bedankte sich der Präsident Franz Schneider bei den Schwestern für die tolle Führung. In einem nahe gelegenen Restaurant wurde auch noch während dem Nachtessen über Kräuter diskutiert und das Wissen ausgetauscht und vertieft. Ein nahendes Gewitter beendete den Abend etwas abrupt, schnell flohen wir zu den Autos und machten uns auf den Heimweg.

Schön war der Abend, kurzweilig, lehrreich und sehr interessant

Der Spatz vom Berg


Flurbegehung in Oberrohrdorf-Staretschwil (25.05.2013)

Die Landschaftskommission der Gemeinde Oberrohrdorf-Staretschwil und der Natur- und Vogelschutzverein Rohrdorferberg organisierten gemeinsam eine Flurbegehung. Thema der Exkursion war des Vernetzungsprojekt zur ökologischen Aufwertung der Kulturlandschaft.

Nach der thematischen Einführung durch Gemeinderat René Rocca erläuterte Landwirt Meinrad Blunschi das Projekt. Neben der marktorientierten Produktion von Lebensmitteln als Beitrag zur sicheren Versorgung der Bevölkerung werden auch diverse ökologische Leistungen erbracht. Im Bewusstsein, dass Ökonomie und Ökologie gemeinsam am selben Strick ziehen, haben in den vergangenen Jahren sehr erfolgreich zur Förderung von Flora und Fauna am Rohrdorferberg beigetragen. Mit viel Sachverstand wird von allen Beteiligten stets nach optimalen Lösungen gesucht. Sei es mit den Kulturflächen und den unabdingbaren ökologischen Ausgleichsflächen, mit dem Erhalt und neuer Pflanzung von Hochstammbäumen, die Schaffung von Kleinstrukturen, aber auch mit der Pflege von Hecken und Gehölzen - es wird intensiv daran gearbeitet. Wie Meinrad Blunschi berichtet, wurden im Verlauf des letzten Winters bestimmte Hecken ausgelichtet und bestimmte Sträucher auf den Stock gesetzt, damit das Sonnenlicht das Innere der Hecke erreichen kann und konkurrenzschwächere Gehölze gefördert werden.

Die vielfältig vom Vogelschutzverein aufgehängten Nistkästen beherbergen regelmässig diverse Vogelarten - schön wäre es, wenn unter anderen auch der prächtig gefiederte Wiedehopf seinen weg wieder an den Rohrdorferberg finden würde. Nistkästen für Fledermäuse und Höhlenbrüter sorgen dafür, dass diese Tiere heimisch bleiben. Am Ende der Exkursion stellte der Präsident des Natur- und Vogelschutzvereins, Franz Schneider, eine Palette der fachgerechten Nistkästen für all die Vogelarten vor, die vom Verein selber hergestellt und auch vertrieen werden.

Am Schluss bedankte sich René Rocca den beiden Organisatoren für die sehr informative Exkursion. Ein herzliches Dankeschön gebührte er auch der Familie Blunschi und den Helferinnen für die Gastfreunschaft bei Speis und Trank.


Exkursion am Flachsee (24.03.2013)

Eisig spürten die wenigen Teilnehmer der Exkursion des Natur- und Vogelschutzvereins Rohrdorferberg die Bise in ihren Gesichtern. Als sie in Rottenschwil eintrafen, sahen sie als Erstes ein Storchenpaar auf einem Horst stehen. Der Exkursionsleiter Alois Vogler konnte den Teilnehmern viel Interessantes über die Störche erzählen. Durch das Fernrohr konnte man sehen, dass beide Störche beringt waren. Der eine trug einen alten Metallring und der andere einen neuen Kunststoffring. An einem mitgebrachten Ring eines verstorbenen Storches zeigte uns Alois Vogler, was auf dem Ring zu sehen resp. zu lesen war. Zahlen und Buchstaben zeigen auf, wie alt er war und woher der Storch kam.

Die Exkursion führte uns dem Flachsee entlang. Und schon bald konnten wir einen Schwarm Schwalben bei der Futtersuche über dem Wasser beobachten. Der Zilpzalp hüpfte im Schilf umher, der Buchfink war auf Futtersuche. Auf einer Sandbank sass ein Mittelmeermövenpaar und ein Graugänsepaar wollte ebenfalls sein Nistrevier abstecken. Verschiedene Reiherarten überflogen den See.

Diese Ornithologen kennen sich aus, denn schon bald stellte sich heraus, dass ein Blaukelchen zu sehen wäre, aber am heutigen Morgen hat es noch niemand entdeckt. Unserem Exkursionsleiter entging kein noch so gut getarnter Vogel. So hat er auf einem Birnbaum eine Wacholderdrossel, einen Star und eine Goldammer entdeckt. Mit viel Geduld und geschultem Auge hat dann unser Kurt plötzlich das Blaukelchen gesehen. Alois Vogler hat es dann sofort mit dem Fernrohr ins Visier genommen, aber leider war es rastlos und sofort weitergeflogen, bevor die Teilnehmer es sehen konnten. Damit sich diese ein Bild von dem machen konnten, was sie verpasst hatten, zeigte ihnen Alois Vogler ein mirgebrachtes Bild des Vogels.

Bei einem Beobachtungshaus, wo wir die verschiedenen Wasservögel beobachteten, ist es dann passiert. Ich bin ja mit meinem Dasein als Spatz sehr zufrieden, aber als wir einen Eisvogel aus nächster Nähe beobachten konnten, war ich schon eifersüchtig auf das farbenprächtige Gefieder dieses Vogels.

Ihr Spatz vom Berg


34. Generalversammlung des NV Rohrdorferberg (15.03.2013)

Am 15. März 2013 fand im Restaurant Frohsinn in Oberrohrdorf-Staretschwil die 34. Generalversammlung des Natur- und Vogelschutzvereins Rohrdorferberg statt.

Der Präsident Franz Schneider durfte 42 stimmberechtigte Aktivmitglieder und zwei Ehrenmitglieder begrüssen. Weiter waren Vertreter der Gemeinde Remetschwil und Oberrohrdorf sowie der Natur- und Vogelschutzvereine der angrenzenden Gemeinden anwesend. Nach der Wahl der Stimmenzähler und des Tagespräsidenten wurde das Protokoll der letztjährigen Generalversammlung genehmigt. Im Anschluss präsentierte die Kassierin Barbara Rentsch die Jahresrechnung, die von den Kassenrevisoren Daniel Sonderegger und Franz Simmen geprüft und in allen Teilen für richtig befunden wurde.

Franz Schneider erläuterte die Mutationen und verwies im Speziellen auf den verstorbenen Ehrenpräsidenten Heinz Hübscher; die Versammlung gedachte ihm mit einer Schweigeminute für das grosse Schaffen im Verein. Im Präsidentenbericht blickte Franz Schneider auf das vergangene Jahr zurück. Das Jahresthema "Essbare und heilende Wildkräuter in unserer Region" stiess auf grosses Interesse und die Anlässe waren sehr gut besucht. Als nächstes Traktandum wurde die Schaffung einer eigenen Homepage des Natur- und Vogelschutzvereins Rohrdorferberg behandelt. Moritz Egloff präsentierte ausführlich einen Entwurf. Der Vorschlag des Vorstandes für die Homepage wurde einstimmig angenommen.

Danach fanden die Wahlen statt. Der Vorstand stellte sich in Globo zur Wiederwahl und wurde einstimmig gewählt. Moritz Egloff wurde als dritter Beisitzer vorgeschlagen zur Betreuung der Homepage und auch einstimmig gewählt. Auch Franz Schneider stellte sich als Präsident zur Wiederwahl und wurde einstimmig gewählt.

Der Präsident sprach kurz das bereits begonnene Vereinsjahr an. Die alljährliche Heckenpfglege hat bereits Anfang März statt gefunden und die ersten Exkursionen sind im April. Gesamthaft gesehen hat der Vorstand wieder ein attraktives Jahresprogramm zusammengestellt und hofft auf eine rege Teilnahme der Vereinsmitglieder und natürlich auch interessierten (noch) Nichtmitglieder. Franz Schneider bedankte sich bei den Gemeinden für die grosszügigen Unterstützungen und bei den Vorstandsmitglie dern für die geleisteten Arbeiten und schloss die GV mit einem Applaus.

Im Anschluss an die Versammlung wurde das Essen serviert und danach der Film "Bagger und Biber" gezeigt. Sehr interessant war, dass die Renaturierung der Linth gezeigt wurde, die bei der Vereinsreise auch besichtigt worden war. Ausserdem wurden die möglichen Interessenskonflikte von Renaturierungen und Landwirtschaft aufgezeigt, was im Anschluss zu Diskussionen anregte.

Bei Kaffee und Dessert fand der GV-Abend einen gemütlichen Ausgang.

Dora Soland, Aktuarin